Beratung

In unserer Sprechstunde für Geflüchtete bieten wir professionelle Unterstützung von ausgebildeten psychologischen BeraterInnen mit folgenden Schwerpunkten:

  • Abklärung der Problematik im Erstgespräch
  • Stabilisierende, ressourcenorientierte Beratung
  • Weitervermittlung an Psychiater, Psychotherapeuten und Dolmetscher
  • Beratung und Unterstützung bezüglich der Kostenübernahme bei erfolgreicher Weitervermittlung an Psychotherapie
  • Weitervermittlung an bestehende Angeboten von Alveno, Campus Asyl und anderen Aktivitäten
  • Erstgespräch und Dokumentation

Dabei arbeiten wir sehr eng mit der Migrantenmedizin Regensburg, Campus Asyl, der Caritas und anderen  zusammen auch die Law Clinic wird bei Bedarf mit einbezogen.

Unsere psychosoziale Sprechstunde in der Erstaufnahmeeinrichtung findet parallel zur Arztsprechstunde statt. Zusätzlich bieten wir im Michelstift unsere Sprechstunde vor Ort an. Eine weitere Sprechstunde ist am Regensburger Hof in Planung.

Außerdem werden wir inzwischen auch von außerhalb kontaktiert. In so einem Fall nehmen wir Kontakt zu den Betreuungspersonen auf und organisieren ein Gespräch im Alumneum.

Die psychosoziale Sprechstunde hat sich inzwischen als fester Beratungsstein im Helfernetz Regensburgs etabliert. Die 5 Berater-Teams haben alle erfolgreich an der Schulung für dolmetschergestützte Beratungsgespräche teilgenommen. Es wurden und werden zurzeit 20 Fälle betreut

Im Michelstift wurden zwei dolmetschergestützte psychoedukative Abende zum Thema Stress, Trauma und mögliche Symptome von Folgeerkrankungen abgehalten. Die Jugendlichen können so, wenn sie solche Symptome bei sich bemerken und mit jemandem darüber sprechen wollen, mit ihrem Ansprechpartner oder mit der Ärztin reden, die dann mit uns einen Termin vereinbaren. Beide Abende waren ein voller Erfolg und der Raum beide Male randvoll. Ähnliche Veranstaltungen wurden bereits für weitere Unterkünfte in der Umgebung angefragt und werden in Kürze umgesetzt.

Auf lange Sicht stellen wir uns vor ein therapeutisches Übergangsprogramm, während der Wartezeit auf einen Therapieplatz, für und mit den Flüchtlingen zu gestalten. Dies soll mit Hilfe von gezielter Trauma-Schulung einzelner Arbeitsgruppen von Alveno, CampusAsyl und Anderen geschehen. Beispiele hierfür wären Kunsttherapie, gemeinsames Kochen, Entspannungsgruppen und viele andere Aktivitäten.